Kanarische Mojos in roten und grünen Varianten
Kanarische
Mojo besteht aus Essig, Öl und Knoblauch und bietet viele Varianten und so manches Rezept bleibt ein strenges Familiengeheimnis.
Roter Mojo (Mojo picante,
Mojo picón, Mojo Rojo Suave) enthält meist Kreuzkümmel und Chilis, die ihm den pikantscharfen Geschmack geben. Frisch pürierte rote Paprika, Salz und Pfeffer gehören ebenfalls dazu.
Der
grüne Mojo (Mojo de Perejil,
Mojo cilantro, Mojo Verde Suave) erhält seine Farbe von frischer Petersilie oder durch frisches Korianderkraut und frisch pürierte grüne Paprika und seine Würze durch Salz und Kreuzkümmel.
Avocados sind ebenfalls Bestandteile mancher Rezeptur.
Die Mojo de Queso, auch
Almogrote genannt, ist eine Käsecreme von mild bis würzig und wird mit gereiftem Ziegenkäse angerührt. Sie wird grundsätzlich als Beilage oder Dip zu verschiedenen Speisen und auch zu Brot gereicht und ist die traditionelle Beilage für die Papas Arrugadas. Und die würden ohne
Mojo nicht annähernd so gut schmecken.
Bei der
Almogrote wird zur Herstellung harter Ziegenkäse oder Schafskäse verwendet. Die kanarischen Ziegen- und Schafskäse haben natürlich einen besonders mundenden Geschmack. Sind doch ihre Zutaten rein aus der Natur und ohne jede chemische Zusätze. Und das schmeckt man eben.
Almogrote erhält also durch die Verwendung des kanarischen Käse den besonders guten Geschmack und wird in der Regel als Grundrezept neben den üblichen Mojo-Zutaten mit gekochten Kartoffeln und etwas Brühe zubereitet.
Der Kümmel, der in den
Mojos verwendet wird, entspricht nicht dem in Deutschland bekannten Kümmel und schmeckt auch nicht so. Wenn bei kanarischen Rezepten von Kümmel die rede ist, handelt es sich um Kreuzkümmel, der dort als Cumin oder comino in jedem Laden oder auf den Märkten zu kaufen ist. Kreuzkümmel war schon im Römischen Reich als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Auch die Ägypter kannten Kreuzkümmel und legten den Pharaonen das Heilmittel mit in die Pyramiden.
Mojos sind in allen Geschmacksrichtungen zu haben und zu jedem Gericht eine passende Beilage. Natürlich bieten gerade Mojos alle Möglichkeit zur Kreativität. Das wußten auch schon die kanarischen Vorfahren. Manchmal darf man bei einem kanarischen Familienfest noch ein
Mojo schmecken, von dem man noch nie etwas gehört hat. Da wird Mojo mit Orangen oder Mandeln zubereitet, was natürlich wahrhafte Gaumenfreuden bietet. In Restaurants werden solche Rezepte allerdings kaum auf den Speiseplan gelangen.